In der Welt der Engel
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Ist es ein Traum?

Unsere Geschichte
erzählt nicht nur vom Himmel
und was sich dort oben abspielen mag,
sondern auch von hier unten, auf unserer Erde.
In unserer Welt.
Wo nichts mehr so zu sein scheint,
wie wir es kennen.
Zwei Welten, die sich zu vermischen scheinen und
doch, einander so sehr fremd sind,
wie sonst
,
wie wir es kennen !

Zwei Menschenkinder, Brüder sogar,
werden in den Himmel gerufen.
Ausgewählt, doch ungefragt,
um ihre Ausbildung als Engelsschüler anzutreten .
Wir können Sie nicht sehen.
Wir können Sie nicht hören.
Doch wenn uns etwas Schlimmes passiert und wir sind;
„Gerade mal wieder davon gekommen“,
sagen wir;
„ Da hast du aber Glück gehabt !“
Dann sind sie da !
Unsere Schutzengel !

Unsere zwei Engelskinder sind natürlich nicht allein.
Denn seit es Menschen gibt, seitdem gibt es auch Sie.
Und vielleicht, in ferner Zukunft,
wenn die Menschen aufgehört haben zu existieren,
vielleicht werden Sie unsere Welt regieren.
Vielleicht werden wir uns dort wieder sehen
und es wird so sein, wie sonst,
wie wir es kennen !

 Kapitel 1

Ist es ein Traum?

Stellt euch vor, wir blicken aus einem Dachfenster und es ist früh am Morgen. Wir öffnen das Fenster, an diesem ersten frühlingshaften Tag, hören wir die Vögel munter drauflos zwitschern und sich an den ersten Sonnenstrahlen des Jahres erfreuen. Ein immerwährender Kreislauf. Ein neues Jahr beginnt. Wir spüren dieses erwartungsvolle, erfrischende Gefühl, wenn ein neuer Tag erwacht. Wo die Sonne vorsichtig den Horizont erhellt und sie die Natur sauber und klar in ihren schönsten Farben erstrahlen lässt. Wir spüren den noch kühlen Wind, der leicht über unser Gesicht streicht und atmen tief den frischen Duft ein, der sich mit dem Morgentau auf Wiesen und Felder gebildet hat, um den Dunst des vergangenen Tages zu verscheuchen. Ein neuer Tag wird geboren. Sauber, rein und unschuldig, ganz so wie ein neugeborenes Kind. Wir blicken aus diesem Fenster, dass zu einem dreistöckigem Haus gehört, am Rande eines kleinen Stadtteils, angrenzend an einer Landstrasse, die seit einigen Jahrzehnten die umliegenden Ortschaften miteinander verbindet. Wir sind natürlich nicht die Ersten, die an diesem wunderschönen Morgen schon auf den Beinen sind, denn die Aktivitäten dort unten auf den Strassen und Wegen sind deutlich zu erkennen. Wir blicken hinunter und sehen wie Kinder fröhlich quatschend zur Schule schlendern. Wir sehen unseren Nachbarn, Herr Walter, der noch etwas verschlafen sein vierbeiniges Familienmitglied Gassi führen muss. Gegenüber fährt Frau König ihre schwarze Limousine aus der Garage, um die Zwillinge in den Kindergarten zu bringen. Herr Wagner, ein etwas älterer Herr, der seit einem Jahr allein lebt, weil seine Mutter mit 78 Jahren gestorben ist, geht wie jeden Morgen um die selbe Zeit, zur Tankstelle schräg gegenüber von uns,

um seine Morgenzeitung und sein tägliches Fläschchen Korn zu holen. Also, wie jeden Morgen, das selbe sich wiederholende Szenario und dass ist auch gut so…

-2-
Doch halt! Etwas ist anders.
Plötzlich bemerken wir direkt neben uns, auf der Dachrinne, einen Falken. Ein wirklich ungewöhnliches Bild, dass uns geboten wird. Aus nächster Nähe und dass ohne Käfig, der ihn am wegfliegen hindern könnte, wie wir es normalerweise gewöhnt sind. Ganz furchtlos sitzt er da und schaut zu uns herüber. Wir beäugen ihn genauso vorsichtig, wie er es mit uns tut und bleiben ganz regungslos, um ihn nicht zu verschrecken. Vertraulich legt er seinen Kopf etwas zur Seite und wippt leicht auf und ab, so dass man es fast übersehen könnte.  Wir wagen kaum zu atmen und beobachten gespannt, was er vorhat.  Plötzlich kreischt er heftig, so dass wir zusammen zucken und wieder nickt er uns zu, so als wenn er sagen will; „Nun kommt schon endlich! Ich hab´ nicht ewig Zeit!“
Er duckt seinen schlanken Körper, öffnet die großen, flauschigen Flügel und springt vom Dach. Ohne zu wissen, was mit uns geschieht, sind wir plötzlich mit ihm in der Luft. Wir sind dabei, wie der Falke über die Straße fliegt. Über Dächer und Gärten, immer höher. Sein Flug wird schneller und wir fliegen dem Sonnenaufgang entgegen. Die Häuser und Autos, die wir unter uns lassen, sind jetzt so klein, wie Spielzeuge. Der Wind heult kräftig und kalt und die Geräusche von unten sind kaum noch zu hören.
Vor uns, am sonnenblauen Himmel, können wir in einiger Entfernung eine Wolke sehen und es scheint so, als wenn der Falke direkt darauf zusteuert. Sein Tempo und auch diese Höhe sind für uns natürlich ungewöhnlich beängstigend und obwohl wir davon ausgehen, dass dies alles nur ein Traum sein kann, umklammern wir krampfhaft seinen Hals. Als er diese Wolke erreicht, sehen wir nur noch weiße, flauschige Hügel, zum Greifen nah. Ein Meer aus weißen Wattebällchen.
Der Falke kreischt einmal, als will er uns etwas sagen und überquert ein zweites Mal die Wolke.
Jetzt fällt uns auf, dass dort unten etwas liegt. Beim Näher kommen hat es den Anschein, dass es zwei kleine Jungs sind, die friedlich auf der Wolke eingekuschelt schlafen. Wir blinzeln mehrmals mit den Augen. Oh, nein. Es muss ein Traum sein.
-3-
Der Falke stößt wieder einen Schrei aus und verschwindet unterhalb der Wolke. Jedoch ohne uns. Zu unserer Überraschung bleiben wir hier oben, im Meer der flauschigen Hügel und versuchen zu begreifen, was hier geschieht. Wir sehen tatsächlich vor uns zwei Jungs schlafen, denn unsere Fantasie hat uns keinen Streich gespielt. Oder sind es die Erscheinungen zweier Kinder? Es ist schwer zu beschreiben, jedoch sind sie ganz klar erkennbar.
Irgendwie sagt uns ein Gefühl, dass sie Brüder sind, die Beiden, obwohl sie sich nicht sehr ähnlich sehen. Der Größere von ihnen wird wohl so um die Fünf sein. Sein schmales, sonnengebräuntes Gesicht ist mit kurzen, mittelblonden, kräftigen Stoppelhaaren umringt. Er trägt einen gelben Schlafanzug, aus dessen Hose am Ende zwei kleine, nackte Füße heraus schauen. Er schläft seitlich, auf einen Arm liegend, in Richtung seines kleinen Bruders, der so zwischen Drei und Vier sein wird. Sein ovales Gesicht ist eher blass, mit einer kleinen Stupsnase und sein Haar ist fein und blond, mit einer Pagenfrisur. Er trägt einen blauen Schlafanzug und wie sein großer Bruder, hat auch er keine Schuhe an.
Er schläft noch ganz fest. Alle Viere von sich gestreckt, eingekuschelt in der weichen, weißen Hängematte, während sein Bruder Mesut sich langsam rekelt. Er streckt seine Arme und Beine kräftig aus, gähnt dabei und öffnet die großen, hellblauen Augen. Völlig erstaunt setzt er sich auf und sieht sich um. Er packt seinen Bruder am Arm, rüttelt ihn wach und ruft; „Kerim! Kerim! Hey, wach auf! Guck mal, wo wir sind!“ Kerim reißt erschrocken seine nicht ganz so blauen Augen auf, springt auf, wirft hektisch den Kopf hin und her und schreit; „Mesut! Was ist los?“ Er sieht Mesut neben sich sitzen und beruhigt sich etwas, aber völlig verblüfft, schaut auch er sich um und meint;
„Hey, wie sind wir denn hier hin gekommen? Was ist das?“
Mesut setzt sich auf seine Knie und schaut sich um.
Dann flüstert er ganz beeindruckt; „Ich weiß auch nicht. So etwas hab ich vorher noch nie gesehen.“ Er sieht Kerim nachdenklich an und flüstert;
 „Ich hab echt keine Ahnung, wie wir hier hingekommen sind.
-4-
Vielleicht träumen wir ja.“ Allem Anschein nach entspringt dies wirklich unserer Fantasie, denn sie nehmen keinerlei Notiz von uns.
Die Sonne erreicht nun gerade den Wolkenrand und das Weiß der Wattebällchen wird leuchtender. So leuchtend, dass beide die Augen zusammenkneifen müssen, weil das Licht so blendet. Mesut streckt seine Hände aus und streicht vorsichtig über die weißen Hügel. Er kann sie richtig hineindrücken und zusammenpressen. Er lacht und meint zu Kerim: „Fühl mal. Fühlt sich an, wie Zuckerwatte!“ Kerim macht es ihm nach. Er stützt sich mit Händen und Knien auf das weiche, weiße Zeug und merkt, wie es unter ihm nachgibt. Er krabbelt darauf herum, dreht sich zu Mesut und meint lachend; „Wow! Das ist ja so weich, wie Wackelpudding.“
Jetzt fängt er an zu hüpfen. Erst auf seinen Knien, dann springt er auf die nackten Füße und hüpft immer heftiger. Er lacht Mesut an. „Komm, versuch es auch mal. Das macht irre Spaß!“ Mesut kann sich nun auch nicht mehr zurückhalten, springt ebenfalls auf seine nackten Füße und hüpft zu Kerim herüber. Beide lachen vergnügt und Mesut ruft; „Ich kann gar nicht aufhören zu lachen. Das kitzelt so furchtbar an den Füßen!“ „Ich weiß, dass ist ja das Irre dabei!“ antwortet Kerim lachend. Er nimmt Kerim´s Hände und sie springen immer heftiger.
Kerim ist schon ganz außer Atem und ruft; „Mal sehen (boing), wer höher (boing) hüpfen kann. (boing) Du (boing) oder ich!“ (boing) Mesut meint; „Na, ich (boing) bin höher!“ (boing) „Nein, ich!“ (boing) „Nein, ich!“ (boing) „Ich glaube,“ ruft Mesut, (boing) „ich sehe da was (boing) hinter dir. (boing) Dreh dich mal um. (boing) Siehst du das auch?“(boing) Kerim verdreht den Kopf. „Wo denn?“ (boing)
Kerim versucht seinen Hals ganz lang zu strecken, aber er sieht es nicht. „Was ist denn da?“ (boing) Mesut hat ihn reingelegt und lacht vergnügt. „Siehst du? (boing) ich bin höher. (boing) Komm! Lass uns (boing) mal rüberhüpfen!“ (boing)
Sie springen beide vorwärts, was das Zeug hält. Halten sich aber immer noch an einer Hand fest. So erreichen sie langsam den Rand der Zuckerwatte und erkennen bei jedem Hüpfer, wie irgendetwas Großes unter ihnen erscheint.
-5-
Als sie am Rand angekommen sind, können sie vor Staunen den Mund nicht mehr schließen. Auch das Hüpfen haben sie völlig vergessen. Sie stehen nur da, Hand in Hand und sehen vor sich einen riesigen, bunten Ball. Er ist in den strahlendsten Farben von der Sonne hell erleuchtet. Mesut und Kerim stehen da, wie festgenagelt und können alles ganz klar sehen, wie durch einem Fernglas. Sie sind beide stumm vor Staunen. Mesut lässt Kerim´s Hand nun los und legt sich auf den Bauch. Kerim beobachtet Mesut und macht es ihm nach. Mesut flüstert;
„Ganz schön groß, was? Ich glaube, jetzt weiß ich auch, wo wir hier sind.“ Mesut sieht Kerim an, weil er weiß, dass jetzt eine Frage kommt. „Wo denn, sag mal?“ Mesut zeigt mit seiner Hand nach unten und meint; „Sieh mal, wenn dass da unten die Erde ist, dann muss hier das, wo wir drauf liegen, eine Wolke sein!“ Kerim sieht ihn ungläubig an. „Eine Wolke? Wie soll das denn gehen?“ Kerim lacht. „Du spinnst ja!“ Mesut ist etwas beleidigt und meint; „Na, was meinst du, von wo wir sonst die Erde sehen können, he?“ Kerim dreht sich um. „Mmh, vielleicht hast du recht. So kann eine Wolke von oben aussehen. Doch wie sind wir nur hier hingekommen?“ „Ich habe echt keine Ahnung.“ meint Mesut nachdenklich.
Er stützt seinen Kopf auf die Hände, rutscht etwas nach vorn und sieht direkt unter sich. Er überlegt. „Was würde passieren, wenn wir hier runterfallen, was meinst du?“ Kerim folgt seinem Blick. „Ich glaube, dann sind wir platt! Will es lieber nicht ausprobieren!“ Mesut rutscht lieber wieder ein Stück zurück. „Sieht aus, wie eine riesige Spielzeuginsel, oder?“ „Mmh!“
Beide beobachten gespannt was sich dort unten tut. Sie sehen winzige Spielzeugautos und aus den Spielzeughäusern kommt heller Rauch. Sie sehen ganze Städte unter sich. Sie wissen nur nicht, welche. Sie sehen Fabriken, aus deren Kamine Rauch steigt. Autobahnen, worauf sich Fahrzeuge wie eine Schlange bewegen.
Parkplätze und Krankenhäuser. Spielplätze und 1000 andere Sachen.
Mesut zeigt plötzlich auf eine bestimmte Stelle. „Hey, sieh mal! Da ganz hinten ist ein Flughafen. Und da, ein Flugzeug setzt zur Landung an.
-6-
Und da, stehen ganz viele Flugzeuge und eins rollt zur Startbahn. Boa! Ist das alles klein! Guck mal, wenn ich meine Hand ausstrecke, wie groß meine Hand dann aussieht.“ Kerim streckt auch seine Hand aus, kneift ein Auge zu und tut so, als wenn er das startende Flugzeug in seine Hand nehmen kann. Er macht das Motorengeräusch nach und für ihn ist es jetzt so, als wenn er das Flugzeug fliegt.
-7-

23.4.09 11:24
 


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