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Keine Angst kleiner Bruder

Kapitel 4
Keine Angst, kleiner Bruder !
Jetzt schauen sie wieder, wie gestern, hinunter auf die bunte Weltkugel. Einige Zeit sind sie ganz still, beobachten alles ganz genau und lassen es auf sich einwirken. Nachdenklich fragt Mesut; „Kannst du dich eigentlich daran erinnern, wo wir vorher waren, Kerim? Es kommt mir alles so bekannt vor, doch ich weiß nicht mehr, was vorher war!“ Mesut sieht Kerim fragend an. „Ja, das gleiche Gefühl hab ich auch, aber vor gestern weiß ich gar nichts!“ Mesut konzentriert sich wieder auf die Welt unter ihm und sieht etwas Interessantes. „Schau mal! Sieht so aus, als wenn die Schule gleich zu Ende ist. Da kommen schon Kinder mit Schultaschen aus dem Haus. Was meinst du, sollen wir mal runterfliegen und uns das von der Nähe ansehen?“ Kerim sieht Mesut skeptisch an. „Ich weiß nicht so recht. Ich glaub nicht, dass wir schon so gut fliegen können. Das ist doch ziemlich weit weg.“ Mesut will ihn unbedingt überreden. „Komm schon! Was meinst du, was die staunen, wenn sie sehen, dass wir fliegen können!“ „Wir sollten doch erst hier oben noch üben.“ meint Kerim hartnäckig. Doch Mesut ist schon aufgesprungen und schwebt flatternd vor Kerim. Er dreht sich ungeduldig um und will los fliegen, wenn ´s sein muss, auch allein, als Kerim brüllt; „Warte!!!“ WARTE!!! WARTE!!!
  Mesut dreht sich wieder um und meint; „Was ist?“ „Was ist los, willst du ohne mich fliegen, oder was?“ Kerim ist aufgesprungen und fängt fast an zu weinen. Er hat Angst, so weit fliegen zu müssen. Doch er hat genauso viel Angst, allein hier oben zu bleiben. „Du musst aber meine Hand festhalten! Ich trau mich nicht! Das ist so tief!“ Kerim streckt Mesut seine Hände entgegen und guckt ganz ängstlich. Mesut fliegt zu ihm zurück, greift Kerim´s Hand und redet ihm gut zu. „Sieh mal, Kerim. Wir können nicht ewig hier auf der Wolke bleiben. Was sollen wir denn hier machen? Komm, wir schaffen das schon. So weit ist es gar nicht.“
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Er zieht Kerim vom Wolkenrand runter, so dass er fliegen muss. Kerim schreit, als er nach unten sieht. „Aaahhh! Das ist so tief!!!“ SO TIEF!!! SO TIEF!!!
„Na, komm! Stell dich nicht so an. Du kannst doch fliegen! Du kannst es besser als ich. Komm, wir halten uns fest!“ Seitdem sie die Wolke verlassen haben, bekommen sie den vollen Wind ab, den sie oben nur hören konnten. Sie kämpfen schwer mit dem Wind und müssen sich krampfhaft festhalten, damit sie nicht auseinander gerissen werden. Mesut bekommt nun doch etwas Angst, dass sie es nicht schaffen. Vielleicht hätten sie doch noch oben bleiben sollen. Doch nun ist es zu spät. Erst langsam lernen sie nicht gegen den Wind zu kämpfen, denn das bringt ihnen überhaupt nichts. Also versuchen sie auf dem Wind zu gleiten, damit das Fliegen für sie nicht zu anstrengend wird.  Kerim schaut kurz zurück und ruft zu Mesut; „Hast du eine Ahnung, wie wir jemals wieder zurück kommen sollen? Das schaffen wir doch nie!“ „Wir werden schon einen Weg finden.“ brüllt Mesut. „Vielleicht müssen wir auch gar nicht zurück!“ Sie müssen sich praktisch anbrüllen, um gegen das Heulen des Windes anzukommen und hier, unter der Wolke, ist auch kein Echo mehr zu hören. „Weißt du, dass ich dich gar nicht mehr richtig sehen kann?“ meint Kerim. „Ist es hier nebelig, oder was?“ Tatsächlich sind ihre beiden, kleinen Gestalten heller geworden, seitdem sie die Wolke verlassen haben so, als wären sie in Nebel eingehüllt. Der Wind reißt sie richtig mit und es fällt ihnen sehr schwer, die Richtung zu behalten. Keiner von beiden spricht ein Wort, so sehr müssen sie sich konzentrieren. Umso tiefer sie fliegen, umso schwächer wird auch der Wind und ihre Gestalten werden immer heller, je näher sie der Erde kommen. Sie fliegen jetzt über die ersten Baumkronen hinweg und sehen alles in voller Größe. Der Wind ist so leise geworden, dass sie Geräusche hören können. Die fahrenden Autos und LKWs. Ein Zug, der direkt an ihrer linken Seite vorbei gebraust kommt und das Hämmern von Arbeitern, auf einer großen  Baustelle. Sie wissen nicht, wie viel Zeit vergangen ist, doch sie hören ganz in der Nähe,
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das Klingelzeichen  einer Schule und fliegen in diese Richtung. Sie kommen gerade rechtzeitig an, sodass sie sehen, wie die Jungs grölend heraus gerannt kommen und die Mädchen schlendern langsam, schwatzen und kichern, wie man es eben von Mädchen kennt.
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23.4.09 12:03
 


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