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Kapitel 5 - Niemand sieht uns

Kapitel 5
Niemand sieht uns !

Plötzlich schmeißen zwei Jungs ihre Toni ´s weg und fangen an sich zu prügeln. Mesut und Kerim standen bis jetzt in einiger Entfernung auf dem Schulhof und haben die Kinder beobachtet. Doch als Mesut die zwei Jungs bemerkt, klopft er Kerim auf die Schulter und sagt zu ihm; „Boa, da ist was los! Komm, wir setzt uns da oben auf ´s Dach und schauen uns das an!“ Jetzt erst sieht er zu Kerim und bemerkt; „Mann, du hast recht. Ich sehe dich kaum noch. Sind wir durchsichtig, oder was?“ „Hab ich dir doch vorhin schon gesagt.“ meint Kerim. „Vielleicht sind unsere Augen krank geworden, von der hellen Sonne, oben auf der Wolke.“ stellt Mesut die Vermutung auf. „Na, auf jeden Fall, können wir uns jetzt loslassen, hier unten ist es nicht mehr windig. Komm, sonst verpassen wir was.“ Beide fliegen jetzt los und ihnen fällt noch nicht auf, dass sie von niemand gesehen werden. Mesut nimmt die Eingangstür der Schule als Ziel und versucht oben, auf dem schrägen Dach zu landen. Kerim warnt ihn lachend vor; „Pass auf, dass deine Landung diesmal besser klappt! Hi-hi-hi-hi!“ Tatsächlich lernt Mesut immer sehr schnell aus seinen Fehlern und verlangsamt seinen Flug, bevor er die Füße nach vorn streckt und auf ´s Dach springt. „Na?“ meint er zu Kerim und setzt sich auf die Dachrinne. „Klasse, Ey. Das war ´ne Landung, erste Sahne.“ gibt Kerim zu und versucht es Mesut nach zu machen. Und es klappt fast genauso gut. „Du aber auch, Mann.“ meint Mesut großzügig. Beide sitzen nun über dem Schuleingang und lassen ihre Füße runter baumeln. Nun wird's aber Zeit, sich wieder auf die Jungs zu konzentrieren. Der Eine liegt schon am Boden und wird von dem Anderen festgehalten, der auf ihn drauf sitzt. Die Freunde von ihm stehen drum herum und feuern ihn an. „Sven! Los, mach ihn fertig! Los, Mann!“ Der Obere, Sven, versucht den Jungen zu schlagen und brüllt wütend; „Du hast meine Drachenjäger Karten geklaut!
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Ich weiß es! Los, rück sie raus, sonst mach ich dich platt!“ Von seinen Freunden hört man lautes Gegröle. Doch der Junge schafft es, die Fäuste von Sven abzuwehren und ihn umzuschmeißen, sodass er jetzt auf Sven sitzt. Natürlich feuern ihn nun seine Freunde an. „Los, Kai! Mach ihn zu Brei! Los!“ Doch Kai hält nur Svens Arme am Boden fest und meint; „Was machst du dir Sorgen, um deine Karten? Deine Eltern sind doch stinkreich. Die können dir locker neue kaufen! Du kriegst ja alles, was du willst!“ Sven knallt seine Knie in Kai ´s Rücken und dreht und wendet sich, um wieder frei zu kommen. Kai lacht und passt eine Sekunde nicht auf. Da schwingt Sven ein Bein über Kai und kann ihn so zu Boden drücken. Alle Jungs brüllen wild durcheinander und stehen um die Zwei herum. Mesut ruft aufgeregt; „Stark, was? Wer gewinnt, was meinst du, Kerim? Ich glaube, Sven gewinnt.“ Kerim ist anderer Meinung, „Kai ist stärker, ich glaube Kai gewinnt.“ „O.K.!“ meint Mesut, „Wer recht hat, darf als nächstes sagen, wo wir hinfliegen, klar?“ „Klar!“ Sie strecken beide eine Hand hoch und klatschen ab. „Gib Fünf!“ rufen beide gleichzeitig und lachen. Sven ist jetzt wieder über Kai und dreht ihn auf den Bauch, eine Hand von Kai dreht er auf den Rücken. „ Vielleicht bist du ja stärker, aber ich bin schlauer als du. Gibst du auf?“ Meint Sven leise und drückt Kais Arm einmal nach oben. „Au-Au!!! Ja, ja! O.K., du hast gewonnen!“ ruft Kai. Sven reicht das noch nicht. Er will ´s richtig wissen und drückt noch mal Kais Arm und sagt; „Gibst du mir auch meine Karten zurück?“ „Au, ja, ja ! Ist gut, Mann! Du hast gewonnen! Hab ich doch schon gesagt.“ Sven steht auf und grinst siegessicher. Kai steht auch auf und reibt schlechtgelaunt seinen schmerzenden Arm. Stink wütend über sich selbst, greift er in seine Hosentasche und schmeißt die Karten quer über den Schulhof. Er dreht sich fluchend um, schnappt sich seinen Toni und geht mit seinen Freunden nach Hause. Eigentlich ist er gar kein Schläger, doch er wollte Sven endlich mal eins auswischen, weil er so ein furchtbarer Angeber ist. Doch das war wohl nichts.
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Sven sieht grinsend hinter Kai her und fühlt sich wieder bestätigt. Er ist nun mal der Beste. Seine Freunde heben ihm die Karten auf und klopfen ihm auf die Schulter. „Dem hast du ´s aber gezeigt!“ meint einer von Ihnen stolz. Sven steht immer noch da und schaut hinter Kai her. Eigentlich kann er ihn ganz gut leiden, denn er weiß von den anderen, dass Kai ein guter Kumpel ist. Wenn sie nicht aus verschiedenen Teilen der Stadt kommen würden, wären sie vielleicht Freunde, wer weiß. „Siehst du? Hab ich nicht gesagt, Sven gewinnt?“ meint Mesut, als alle weg sind. „O.K.!“ antwortet Kerim. „Du hast gewonnen, aber nur weil Kai nachgegeben hat. Er prügelt sich überhaupt nicht gern. Das wusste ich.“  Ihm ist es direkt aufgefallen, dass Kai kein Schlägertyp ist. Mesut regt sich auf. „Das ist nicht wahr, Sven war besser und auch stärker! Er hat gewonnen!“ „O.K., o.k.! Es ist wahr. Du hast gewonnen, o.k.?“ Mesut runzelt die Stirn und denkt nach. Er findet seinen Sieg jetzt sehr zweifelhaft und ist sauer. Weil nichts mehr los ist, steht Kerim auf und balanciert, mit ausgestreckten Armen auf der Dachrinne herum. Er fühlt sich nun doch ziemlich sicher, mit seinen Flügeln, weil ihr Flug zur Erde gut verlaufen ist. Er sieht was Interessantes und ruft zu Mesut; „Hey, Mesut! Guck mal! Da hinten am Schulhof steht ein riesiger Baum. Sollen wir da mal hin und hochklettern? Ich glaube, ich sehe auch einen Drachen darin.“ Kerim dreht sich zu Mesut um und sieht ihn fragend an. „ Ich hab gewonnen. Ich darf sagen, wo wir hinfliegen.“ meint Mesut stur, steht aber doch auf, weil er neugierig ist. „O.K.! Lass uns mal rüber fliegen.“ meint er und ist auch schon unterwegs. Kerim folgt ihm zwar, doch landet er auf dem Schulhof  und will zu Mesut rüber laufen. Ihm ist plötzlich was eingefallen. „Hattest du nicht gesagt, dass wir die Kinder mit unseren Flugkünsten erschrecken wollen?“ ruft er zu Mesut herüber und bleibt mitten auf dem Platz stehen, um nachzudenken. „Ist dir eigentlich aufgefallen, dass uns niemand gesehen hat? Die Kinder hätten uns doch auf dem Dach sehen müssen, oder?“ „Na, klar!“ ruft Mesut zurück und ist damit beschäftigt, sich den Hals zu verrenken,
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um in die Baumspitze zu sehen. „Aber, die waren alle mit der Prügelei beschäftigt, deshalb hat keiner nach oben geguckt!“ ruft er zurück. Kerim schaut sich um. Einige Schüler und auch Lehrer kommen noch aus dem Schulgebäude, aber niemand nimmt Notiz von ihnen so, als wenn sie gar nicht da wären. Kerim fliegt jetzt auf ein paar Mädchen zu, die gerade heraus kommen und miteinander quatschen. Kerim flattert vor ihnen herum und ruft; „Hey, guck mal! Ich kann fliegen und ihr nicht!“  Er fliegt vor ihnen hin und her und macht Faxen, aber keine der Mädchen bemerkt ihn. „Hey, ihr Zicken! Habt ihr keine Augen im Kopf?“ brüllt Kerim und sieht verzweifelt zu Mesut, der über den Schulhof zu ihm kommt. „Die müssen uns doch sehen.“ meint Kerim. „Das geht doch nicht!“ Gerade, als er das sagt, geht eines der Mädchen durch ihn hindurch und Kerim wird es plötzlich ganz komisch. Es wird dunkel und er hört ein Rauschen und Pochen, so als wenn er unter Wasser taucht. „O.K., dann komme ich gleich nach dem Essen....“ Dann ist das komische Gefühl wieder weg und er kann wieder sehen. Ihm wird schwindelig und er fällt vor Schreck auf den Boden. Mesut ist in der Zwischenzeit bei ihm angekommen und staunt. „ WOW! Das glaub ich ja nicht! Mach das noch mal!“ „Was denn?“ fragt Kerim ganz verwirrt und sitzt immer noch auf dem Boden. „Na, du bist durch das Mädchen durchgeflogen!“ sagt Mesut verblüfft, bückt sich zu Kerim und zieht ihn hoch. „Boa, mir wurde plötzlich ganz heiß,“ flüstert Kerim, „und es wurde dunkel und dann hörte ich so ein komisches Rauschen und Pochen und eine Stimme sagte > Ich komm´ gleich, nach dem Essen! < Mann !“ „Ja, dass hat das Mädchen gesagt. Komm, du bist ja ganz blass geworden. Wir gehen drüben zum Baum und ruhen uns ein bisschen aus.“ meint Mesut besorgt. „Ich bin auch etwas müde. War doch ein langer Flug hier hin.“ Mesut hält Kerim an der Hand und sie gehen langsam zum Baum, wo sie sich auf die Wiese legen. „ Mann, dass war ja stark!“ Mesut kann ´s immer noch nicht glauben, lässt Kerim jedoch in Ruhe und denkt darüber nach. Kerim liegt auf dem Bauch,
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hat seinen Kopf auf die Hände gestützt und sieht Mesut an. Mesut liegt direkt neben ihm und sieht durch die vielen Äste hindurch, in den Himmel hinein. Er beobachtet die Wolken und meint zu Kerim; „Unsere Wolke ist doch viel weicher, zum Schlafen, meine ich.  Wo sie jetzt wohl hingezogen ist?“ Er schaut zu Kerim, aber der hat schon die Augen geschlossen und schläft. Er sieht noch eine Weile, wie die Wolken ziehen und dann fallen auch ihm die Augen zu.
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26.4.09 19:54
 


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